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Kommunaler Wärmeplan


Der Gemeinderat der Gemeinde Waldburg hat den kommunalen Wärmeplan in seiner Sitzung am 21.05.2026 beschlossen. Ziel der Wärmeplanung ist es, die Wärmeversorgung langfristig klimafreundlich, wirtschaftlich und zukunftssicher weiterzuentwickeln. Hierfür wurden die bestehende Wärmeversorgung analysiert, Potenziale für erneuerbare Energien untersucht und mögliche Entwicklungspfade bis zum Jahr 2040 aufgezeigt.
Der kommunale Wärmeplan dient als strategische Grundlage für zukünftige Entscheidungen im Bereich der Wärmeversorgung. Er zeigt auf, wo beispielsweise Wärmenetze oder dezentrale Versorgungslösungen künftig sinnvoll sein können. Aus dem Wärmeplan ergeben sich keine unmittelbaren Verpflichtungen für Bürgerinnen und Bürger.
Der Wärmeplan wurde gemeinsam mit den Gemeinden Bergatreute, Bodnegg, Vogt und Wolfegg erstellt und durch das Land Baden-Württemberg gefördert.
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Die Kernerkenntnisse und -ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung sind nachfolgend zusammengefasst. Der Abschlussbericht liefert ausführliche Einblicke.
Bestandsanalyse:Wohnsektor (67 %) und GHD (24 %) verursachen aktuell den größten Wärmebedarf und die meisten CO₂-Emissionen und sind damit die zentralen Hebel für die Wärmewende in Waldburg. Die Wärmeversorgung wird aktuell deutlich durch fossile Energieträger dominiert: 44 % des Wärmebedarfs wird durch die Versorgung mit Heizöl gedeckt. Gleichzeitig stammen rund 69 % der CO₂-Emissionen aus diesen Quellen. Viele Ölheizungen sind über 20 Jahre alt und stehen vor einer Modernisierung – eine Chance für den Umstieg auf nachhaltige Systeme. Die vorhandenen Gasheizungen sind insgesamt deutlich jünger.
Potenzialanalyse: Waldburg verfügt über gute Potenziale für eine klimaneutrale Wärmeversorgung. Luft-Wärmepumpen, Solarthermie auf Dachflächen und oberflächennahe Geothermie, eignen sich für die nachhaltige Wärmeerzeugung und können durch überregionale Ressourcen wie Holzpellets ergänzt werden. Für die Stromerzeugung bietet vor allem Dach- und Freiflächen-PV und Windkraft ein relevantes Potenzial, während andere Energiequellen wie Abwasserwärme derzeit kaum nutzbar sind.
Bestandsgebäude, die vor 2010 errichtet wurden, bieten großes Potenzial zur Effizienz-steigerung und CO₂-Reduktion durch energetische Sanierung. Energieeinsparmaßnahmen in allen Sektoren können den Wärmebedarf zusätzlich deutlich senken.
Insgesamt bietet Waldburg eine solide Ausgangslage für die Wärmewende. Durch gezielte Sanierungen, die Nutzung lokaler Ressourcen und den strategischen Ausbau klimaneutraler Wärmequellen kann der Weg in eine nachhaltige Zukunft aktiv gestaltet werden.
Zielszenario und Eignungsgebiete: Im Zieljahr 2040 liegt der Wärmebedarf 13 % unter dem heutigen Wert. Dies wird durch eine jährliche Sanierungsrate von 1 % erreicht. Der verbleibende Wärmebedarf kann zu ca. 37 % durch ein Wärmenetz gedeckt werden, bei dem es sich um einen Aufbau eines Wärmenetzes im Ortsteil Waldburg und im Bereich Langholz handelt. Auf dem restlichen Gemeindegebiet wird die Wärme durch Einzelversorgung bereitgestellt und kann größtenteils durch Luft-Wärmepumpen sowie Holz gedeckt werden.
Umsetzungsmaßnahmen: Die Wärmeplanung bildet den ersten Schritt auf dem Weg zur Wärmewende – entscheidend ist die anschließende Umsetzung. Die Umsetzung wird durch Einzelmaßnahmen konkretisiert, für die eine Priorität und ein Zeithorizont ausgewiesen werden. Insgesamt gibt es elf Umsetzungsmaßnahmen, davon haben acht eine hohe Priorität erhalten. Mit der Umsetzung der Maßnahmen kann in den meisten Fällen direkt begonnen werden.
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Den vollständigen kommunalen Wärmeplan können Sie hier herunterladen.
Die Veröffentlichung zum kommunalen Wärmeplan können Sie hier herunterladen.
